Mag. Dr. jur. Ordubadi

Wirtschafts - und Unternehmensberatung

Einkaufen im EU-Ausland nur mit UID-Nummer

Wer im EU-Ausland ohne UID-Nummer einkauft, verliert sein Anspruch auf der Umsatzsteuer.

Viele Unternehmer kaufen Bürobedarf, Computer, Ersatzteile oder sonstige Waren bei Online-Händlern im EU-Ausland. Da die Lieferung von einem Unternehmer zu einem anderen Unternehmer erfolgt, muss die Rechnung als steuerfreie innergemeinschaftliche (ig) Lieferung ausgestellt werden. Dafür benötigt der Verkäufer die UID-Nummer des Käufers. Kontrollen Sie bitte immer, dass der Lieferant Ihre UID-Nummer und den Hinweis auf eine steuerfreie ig Lieferung auf der Rechnung anführt.
Bezahlt wird dann der Nettobetrag ohne Umsatzsteuer (USt). Gleichzeitig ist in der Buchhaltung 20 Prozent österreichische USt als ig Erwerb zu buchen. Unternehmen mit Vorsteuerabzug berücksichtigen in derselben Höhe den Vorsteuerabzug (Ergebnis wird dabei ein Nullsummenspiel sein).

Unternehmer ohne Vorsteuerabzug

Wenn unecht steuerbefreite Unternehmer (z.B. Kleinunternehmer) pro Jahr unter der Erwerbsschwelle von 11.000 € an EU-Importen bleiben, werden sie wie ein Privater behandelt. Der Lieferant musste richtigerweise ausländische Umsatzsteuer verrechnen.
Bei Überschreiten der Erwerbsschwelle, müssen auch unecht befreite Unternehmer eine UID-Nummer vorlegen. Der Lieferant legt dann die Rechnung ohne USt. Allerdings ist dann der ig Erwerb in Österreich zu versteuern, in dem Fall steht aber kein Vorsteuerabzug zu. Die USt-Belastung ist dabei die gleiche wie bei einer Lieferung innerhalb Österreichs.